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horreya – die Revolution hat erst begonnen
Köln, Alte Feuerwache, 1.3.2012 Berlin, Mehringhof, 24.2.2012 Bremen, Kulturzentrum Lagerhaus, 28.2.2012
Veranstaltungsblog mit weiteren Infos & Links: -> horreya.blogsport.eu
Ein Jahr nach dem Sturz Mubaraks ist der Tahrirplatz noch immer das Symbol der weltweiten Aneignungskämpfe. Der ägyptische Aufstand Anfang 2011 sollte nicht nur einen verhassten Despoten verjagen, sondern ein ganzes menschenverachtendes Regime beseitigen. Die Menschen auf den Straßen Kairos und in ganz Ägypten zeigten, dass sie ihr Leben selbst bestimmen wollen – und haben Geschichte geschrieben.
Nun regiert ein Militärrat das Land, der seine Macht nicht an die Bevölkerung abgeben und den Lauf der Revolution umkehren will. Regelmäßig werden Demonstrationen für politische und wirtschaftliche Teilhabe von Militär und Sicherheitspolizei angegriffen. Menschen werden erschossen, zu Tode geprügelt oder schwer verletzt. Seit Februar 2011 wurden über 12.500 Menschen festgenommen und durch Militärgerichte abgeurteilt. Die Gefängnisse sind überfüllt, Folter steht auf der Tagesordnung. Die Lage erscheint heute bedrückender, als je zuvor.
Die Erfahrung der gemeinsamen Kämpfe hat Räume für eine gesellschaftliche Auseinandersetzung geschaffen. Es wird offen über Politik diskutiert und trotz der Repression finden sich immer wieder Menschen zu Protestmärschen zusammen. Sie streiken für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen, demonstrieren für menschenwürdige Behausungen, fordern Gleichberechtigung der Frauen. Wohin dieser Prozess führen wird, ist offen. Denn, noch immer sind weite Teile der Gesellschaft der Meinung, die Revolution habe ihr Ziel mit dem Sturz Mubaraks erreicht. Auch der Ausgang der ersten Wahlgänge ernüchtert in Hinblick auf eine emanzipatorische Perspektive. Aber, die Gesellschaft ist in Bewegung. Die Revolution hat gerade erst begonnen.
Auf der Veranstaltung »horreya – Die Revolution hat erst begonnen« berichten drei Kairoer AktivistInnen über die Entwicklungen des letzten Jahres. Darin verorten sie sich und ihre politische Arbeit: in einem Medienkollektiv, als Blogger, Filmemacherin und Street Artist oder in basisdemokratischen Stadteil-Komitees. Anhand von Erzählungen, Fotos und Filmausschnitten zeichnen sie ein Bild der aktuellen Situation und diskutieren Perspektiven der ägyptischen Revolution mit uns.
JUGENDCLUB COURAGE KÖLN e. V.
Antirassistische und interkulturelle Bildung
Materialien – Veranstaltungen – Kontakte
Der Jugendclub Courage ist ein gemeinnütziger Verein und als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt. Wir arbeiten auch mit anderen Initiativen und Jugendverbänden zusammen, so zum Beispiel im Kölner Jugendring.
Ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt des Jugendclub Courage ist
die Beschäftigung mit den Themen Rechtsextremismus und Nationalsozialismus. Hierzu bieten wir zahlreiche unterschiedliche Materialien an (Filme, Bücher, Broschüren, Ausstellungen,
CD-ROM) und führen Veranstaltungen, wie zum Beispiel
ZeitzeugInnengespräche, Stadtrundgänge und
Gedenkstättenfahrten durch.
Außerdem beraten und unterstützen wir LehrerInnen, Jugendliche
und andere Interessierte bei der Planung und Durchführung von
Veranstaltungen zu diesen Themenbereichen mit der Vermittlung
von ReferentInnen oder unseren eigenen Materialien.
Darüber hinaus ist der Jugendclub seit dem Jahr 2002 Teil eines äusserst dynamischen deutsch-israelischen Austauschprojektes.
In Zusammenarbeit mit der israelischen Gedenk- und Bildungsstätte "Lohame Hagetaot" (Kibbutz der Ghettokämpfer) organisieren wir regelmäßige Begegnungsprogramme in Deutschland und Israel zu unterschiedlichen Themen.
PartnerInnen darin sind vor allem Initiativen des jüdisch-arabischen Dialogs, der schwul-lesbischen bzw. queeren Emanzipationsarbeit, sowie Überlebende des Holocaust und
deren Angehörige.
Abschließend sei noch auf ein regelmäßiges Angebot des Jugendclub hingewiesen – die Beratung für Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistende, welche jeden ersten Dienstag im Monat um 20 Uhr in unseren Räumlichkeiten stattfindet.
Alles weitere und detailliertere Informationen findet ihr auf den folgenden Seiten – viel Spaß beim stöbern!
Die JugendclublerInnen |